Energieverbrauch und PV-Kosten sinken

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) geht davon aus, dass der Energieverbrauch in Deutschland um 5 Prozent auf 12.900 Petajoule gesunken ist. pv-magazine fasst die Ergebnisse der Studie in einem Artikel wie folgt zusammen: Deutschland verzeichnete in diesem Jahr den geringsten Energieverbrauch seit Anfang der 1970er Jahre. So ist auch der energiebedingte CO2-Austoß um 6% zurück gegangen.  Die Erneuerbaren erreichten 2018 einen Anteil von 14 Prozent am Primärenergieverbrauch. Gründe hierfür seien die milde Witterung, gestiegene Preise und eine verbesserte Energieeffizienz.

Erneuerbare Energien hätten ihren Anteil am gesamten Energieverbrauch um 2,1% gesteigert. Windkraft habe um 7% und Photovoltaik um 16% zugelegt. Wie die Grafik zeigt, machen Erneuerbare nun 14% des Primärenergieverbrauchs aus. Damit rangieren sie nach Mineralöl mit 34,1 Prozent und Erdgas mit 23,5 Prozent auf dem dritten Platz. Die Braunkohle kommt der AGEB zufolge auf 11,5 Prozent, die Steinkohle von 10,1 Prozent und die Kernenergie von 6,4 Prozent. Die Rohdaten der Studie gibt es unter www.ag-energiebilanzen.de

Struktur des Primärenergieverbrauchs in Deutschland 2018

Grafik: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.

Kosten für Solarmodule fallen

Gleichzeitig sind die Kosten für Solarmodule weiter gefallen, was den oben beschriebenen Trend unterstützt. Die Preise haben inzwischen 0,34$/kWp erreicht. Dies geht aus der nun veröffentlichten 9. Ausgabe der „International Technology Roadmap for Photovoltaic (ITRPV)“ hervor. Nach den Auswertungen der Autoren, zu denen auch maßgeblich der VDMA gehört, sind die Modulproduktionskapazitäten im vergangenen Jahr auf mehr als 130 Gigawatt weltweit gewachsen. Die Auslastung habe bei mehr als 80 Prozent gelegen. Mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent dominierten weiter kristalline Photovoltaik-Technologien den Markt, wie pv-magazine zusammenfasst.

Auch für die kommenden Jahre sind die Autoren zuversichtlich, dass mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen – wie etwa der Implementierung fortschrittlicher Zellkonzepte und Modultechnologien – die Lernkurve der Photovoltaik hoch bleiben werde. So gehen die ITRPV-Autoren davon aus, dass bis 2028 die 60-Zell-Module auf multikristalliner Basis eine Leistung von 325 Watt erreichen werden und auf monokristalliner p-type Basis sogar 345 Watt. Bei 72-Zell-Modulen werden es respektive 390 und 415 Watt sein, wie es weiter heißt.

Die aktuellen Modulpreise und deren Zusammensetzung ist in der nachfolgenden Grafik gezeigt. Man erkennt darin, dass der Kostenanteil des Grundstoffs Silizium von 12%  im Jahr 2016 auf 23% in 2017 angestiegen ist.

Roadmap Modulkostenentwicklung

Quelle: ITRPV, 9. Auflage, 2018

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