April 27, 2016

Holz

Wer sich für eine Holzheizung entscheidet, setzt auf regenerative Energie, nachwachsende Brennstoffe, geringe Emissionen und eine klimafreundliche Wärmeerzeugung. Mit Holz zu heizen ist derzeit vor allem im süddeutschen Raum eine verbreitete Möglichkeit zu Heizen. Hier reicht die Spanne vom gemütlichen Kamin der lediglich einzelne Räume oder sogar nur Teile von Räumen heizt, bis hin zur Scheitheizung, die das ganze Haus mit Wärme versorgen kann.

Sollten Sie ein Stück Wald besitzen oder einem Förster direkt Holz abkaufen können, ist dies sicherlich die gesündeste Methode zu heizen. Sie nutzen einen nachwachsenden Rohstoff und betätigen sich auch noch körperlich.

Alternativ können Sie Brenn- oder Kaminholz auch schon in Scheiten zurechtgeschnitten käuflich beziehen. In der Regel kauft man diese bei Händlern in seiner Region ein oder lässt sie sich von einem lokalen Händler liefern. Inzwischen gibt es auch Onlineportale, die mehrere Angebote bündeln und somit einen Preisvergleich erlauben wie brennholz.de. oder brennholz.com. Bundesweit wird Brenn- oder Kaminholz auf Palletten ab einer Menge von zwei Raummetern verkauft. Anbieter hierfür sind der Kaminholz-Onlineshop oder brennholz.eu.

Kamin- und Brennholz wird nicht nach Gewicht, sondern nach Raumeinheiten verkauft. Dabei gibt es den Festmeter (1 fm), der einem Kubikmeter reiner Holzmasse ohne Luft entspricht. Dies ist das Forstmaß für Schnittholz und wird nur selten für Brennholz verwendet. Für Brennholz wird als Maßeinheit der Schüttraummeter (1 srm) verwendet. Ein Schüttraummeter entspricht der Menge an Holz, die lose geschüttet in einen Behälter mit dem Volumen von einem Kubikmeter passt. Im Gegensatz zum Festmeter ist die Dichte hier geringer, da sich Luft zwischen den zufällig aufgeschütteten Holzscheiten befindet. Für einen Schüttraummeter benötigen Sie zur Lagerung einen Stapelplatz von ca. 0,5 bis 0,7 m³ abhängig von der Scheitlänge des gekauften Holzes.

Aber welche Holzart sollten Sie kaufen? Falls es Ihnen um einen guten Heizwert geht, sind Eiche, Buche oder Esche das Holz der Wahl. Für das perfekte Ambiente und den offenen Kamin wird Birke empfohlen. Sollten Sie einen Holzvergaserkessen nutzen, wird von Eichenholz abgeraten.

Sie sollten mit naturbelassenem Kaminholz mit einer Restfeuchte unter 22% heizen. Bei zu nassem Kaminholz droht: Gestank, verrußte Scheiben, Versottung, Glanzruß, Schornsteinbrand. Der Heizwertverlust beträgt bis zu 100%. Um sicher zu gehen, können Sie sich ein Holzfeuchtemessgerät wie beispielsweise dieses von Stihl für ca. 20€ zulegen.

Sorgen Sie bei der Kaminholzlagerung immer für genügend Belüftung des Kaminholzes, da Holz „atmet“, also Feuchtigkeit aufnimmt und abgibt. Frisches Kaminholz ist sehr preiswert und sollte 2 Jahre lagern, mindestens jedoch über 2 Sommerperioden. Dabei geht es nicht nur um die Trocknung, sondern auch um Säuren, zum Beispiel die Gerbsäuren, die abnehmen und somit Schamotte und Schornstein länger leben lassen.

Tipp: Ein Kaminholzscheit, welcher ca. 5 Tage in der Nähe des Ofens gelagert wurde, hat einen 10 % höheren Heizwert, als ein Kaminholzscheit das Sie direkt von draußen hereinholen!

Quelle: Kaminholz-Onlineshop